Dieses Thema fasst die Grundlagen zusammen, deren Kenntnis zum Verwenden des Dateiimports per Drag & Drop empfehlenswert ist.
Inhalt |
Wenn Dateien in Origin verschoben werden, werden sie durch eine von zwei Importroutinen gesteuert.
Wenn Dateien in den Arbeitsbereich von Origin verschoben werden, macht Origin Folgendes:
Origin-Importfilter werden mit dem Importassistenten erstellt. Erstellen Sie mit dem Importassistenten einen Importfilter, ist der normale Ablauf wie folgt: den Importassistenten öffnen, eine Datendatei auswählen, dann eine Reihe von Assistentenseiten durchgehen, auf denen die Datei interaktiv analysiert wird, eine Datei und Optionen für die Fensterbenennung sowie eine Headerinformation auswählen, die gespeichert und wiederverwendet werden etc. Wenn Sie Ihre Importeinstellungen beendet haben, können Sie sie als Importfilter speichern (es wird ausdrücklich empfohlen, den Filter zu speichern, wenn Sie beabsichtigen, die gleiche oder ähnliche Dateien zukünftig zu importieren).
Wenn Sie einen Importfilter erstellen, haben Sie die Option, (1) den Filter in einem Origin-Unterfenster oder (2) den Filter in einem separaten Origin-Importfilter zu speichern (.OIF). Der einzige Vorteil beim Abspeichern des Filters im Unterfenster ist, dass der Filter im Fenster selbst gespeichert wird und somit ein Teil der Origin-Projektdatei (OPJ) oder des Unterfensters wird. Die andere Option -- den Filter als eine separate .OIF-Datei zu speichern -- gibt Ihnen die Möglichkeit, den Filter auf der ersten Seite des Importassistenten auszuwählen und dann auf Fertigstellen zu klicken (der Filter beinhaltet alle notwendigen Importbefehle). Beide, auf Unterfenster basierende Filter und OIF-Dateien, unterstützen den Drag&Drop-Dateiimport.
Ist der Importfilter einmal erstellt, kann er für Importdateien verwendet werden, die etwas in ihrer Struktur variieren, ohne jede Importspezifikation vollständig wiederherstellen zu müssen. Die Filter können ganz einfach mit Kollegen geteilt werden, indem man die Standardisierung der Importdatei zulässt und damit die Bearbeitung von verschiedenen Arbeitsgruppen oder entfernt befindlichen Arbeitsplätzen.
Sobald er definiert ist, kann Ihr Importfilter gezielt etwa mit einem bestimmten Dateinamen (oder Variationen dieses Dateinamens) arbeiten oder er kann durch Spezifizierung eingegrenzt werden, so dass man ihn bei allen Dateien mit spezifischer Dateierweiterung anwenden kann. Wenn Sie beispielsweise mit einem Instrument arbeiten, das Datendateien automatisch nacheinander nach einem Schema benennt wie etwa XYZ_001.CSV, XYZ_002.CSV, XYZ_003.CSV. Verwenden Sie den Platzhalter "*", können Sie den Filter auf alle CSV-Dateien in Ihrem Datendateiordner ausrichten, indem Sie festlegen, dass der Filter auf jede Datei, die "*.CSV." beinhaltet, ausgerichtet wird. Umgekehrt könnten Sie den Filter noch mehr eingrenzen, indem Sie den Filter nur auf CSV-Dateien ausrichten, die "XYZ*.CSV." beinhalten.
Definieren Sie einen Importfilter für ASCII, binäre oder benutzerdefinierte Dateitypen, müssen Sie ein Zielfenster und eine Zielfenstervorlage bestimmen. Beachten Sie, dass Datentypen anders als Benutzerdefiniert auf ein Zielfenster = Arbeitsmappe beschränkt sind. Beachten Sie auch, dass Benutzerdefiniert es Ihnen ermöglicht, eine Bestimmung des Zielfensters und der Zielfenstervorlage zu umgehen, wenn das Erstellen des Fensters mit dem Origin C-Code gemacht werden muss (in diesem Fall würde der Code das Erstellen des Fensters vornehmen).
Das Zielfenster legt lediglich den Typ des Unterfensters fest, das die importierten Daten empfängt. Die Zielfenstervorlage ist andererseits eine spezifische (benannte) Fenstervorlage mit individueller Konfiguration und Formateinstellungen. Die Zielfenstervorlage wird verwendet, wenn durch Drag&Drop-Importoperationen ein Erstellen neuer Fenster nötig wird.
Angenommen, Sie haben einen Importfilter definiert, als Sie eine odere mehrere Datendateien mit Drag&Drop in ein aktives Fenster eingefügt haben, und dieses Fenster gehört zum Zielfenstertyp, dann wird Origin die Datei(en) mit Hilfe der Einstellungen des/der neuen Fensters / Worksheets / Spalten importieren, das/die im Filter festgelegt wurde(n). Wenn z. B. (1) der Filterimportmodus auf Neue Spalten öffnen eingestellt wurde und (2) die Datei(en) in ein Arbeitsmappenfenster eingefügt wurde(n) (mit dem im Filter bestimmten Zielfenstertyp), dann werden die Datei(en) als Spalten in das aktive Worksheet in der aktiven Arbeitsmappe importiert und hinzugefügt. Befinden sich im aktiven Blatt leere Spalten, werden diese zuerst aufgefüllt. In diesem Fall war die aktive Arbeitsmappe vom richtigen Zielfenstertyp, und für jede Datei mussten nur neue Spalten erzeugt werden. Es mussten keine neuen Fenster erstellt werden, also wurde die Zielfenstervorlage nicht verwendet.
Ist der Filterimportmodus auf Neue Arbeitsmappe öffnen gesetzt, dann wird die erste Datei in die aktive Arbeitsmappe importiert, wenn die Spalten im aktiven Blatt leer sind (vorausgesetzt das Zielfenster wäre vom richtigen Typ), und jede nachträgliche Datei würde in ein neu erstelltes Arbeitsmappenfenster mit Hilfe der Zielfenstervorlage importiert. Beachten Sie, dass die Zielfenstervorlage evtl. die gleiche Vorlage sein kann, auf der die aktive Arbeitsmappenfenster basiert. Jedoch ist die Standard-Zielfenstervorlage (<Standard> aus der Auswahlliste der Quellseite des Importassistenten) das Origin-Standardarbeitsblatt oder die Matrixvorlage. Solange Sie keine andere Standardvorlage gewählt haben, wäre diese entweder ORIGIN.OTW (Worksheet) oder ORIGIN.OTM (Matrix).
Alle Dateitypen von Drittanbietern, die standardmäßig unterstützt werden, können mit Drag&Drop importiert werden, da Importfilter für diese Dateitypen bereits in Origin vorhanden sind. Sie können den Filtermanager verwenden, um festzulegen, ob der Drag&Drop-Importmodus für einen bestimmten Dateityp ein-/ausgeschaltet sein soll. Der Filtermanager kann durch Auswahl von Hilfsmittel: Filtermanager importieren im Origin-Menü geöffnet werden.
Mit dem Importassistenten können Sie die Drag&Drop-Unterstützung für neue Dateien hinzufügen, indem Sie den Importfilter definieren. Dazu benötigen Sie eine entsprechende Datendatei und Sie sollten den Datentyp kennen, den Ihre Datei enthält (ob er ASCII oder binäre Daten enthält oder von einem anderen Typ ist).
Nachdem Sie sich entschieden haben, wie Sie den Importfilter ausrichten und wo Sie ihn abspeichern möchten, gibt es noch einige Dinge zu beachten:
