Wir beginnen diese Abhandlung mit einem Blick auf die verschiedenen Komponenten -- die Ordnerstruktur und die enthaltenen "Objekte" -- die die Origin-Projektdatei bilden.
Organisieren Ihrer Origin-Projektdaten mit dem Projekt Explorer
Der Projekt Explorer ist ein Hilfsmittel zum Organisieren der Fenster in Ihrer Origin-Projektdatei. Da die Origin-Projektdatei dutzende Arbeitsmappen, Diagramme, Matrizen, Notizfenster usw. enthält, ist es hilfreich, eine Ordnerstruktur zu erstellen, um Ihre Daten zu organisieren (nach Datum, Fenstertyp, Experiment usw.).
Wenn Sie eine Ordnerstruktur erstellt haben, können Sie den Projekt Explorer zum Filtern der Anzeige von Fenstern im Origin-Arbeitsbereich verwenden. Falls nötig, können dann nur die Fenster des aktiven Ordners angezeigt werden. Außerdem können Sie den Projekt Explorer zum Auffinden von Fenstern in Ihrer Projektdatei verwenden oder zum Teilen oder Zusammenfügen der Projektdateien.
Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden des Projekt Explorers zum Verwalten Ihrer Fenster in der Origin-Hilfedatei.
Arbeitsmappen, Worksheets und Spalten
Die Origin-Arbeitsmappe dient zur Aufbewahrung Ihrer Versuchsdaten und Analyseergebnisse. Jede Arbeitsmappe besteht aus einem oder mehreren Arbeitsblättern. Jedes Arbeitsblatt besteht seinerseits (normalerweise) aus einer oder mehreren Arbeitsblattspalten oder Datensätzen. Diese Datensätze können aus der Benutzeroberfläche heraus oder über die Befehlszeile des Befehlsfensters vollständig oder nur teilweise bearbeitet werden.
Es gibt keine allgemeine Grenze für die Anzahl der Arbeitsmappen in einer Projektdatei (die Grenze wird von Ihren Systemressourcen bestimmt). Die maximale Anzahl Arbeitsblätter in einer Arbeitsmappe beträgt 121. Die maximale Anzahl Spalten in einem Arbeitsblatt ist auf 65.536 beschränkt, ist aber in der Praxis auch von Ihrer verfügbaren Systemleistung abhängig. Die maximale Anzahl Linien in einem Arbeitsblatt beträgt 2 Milliarden (kann aber wieder von der verfügbaren Systemleistung abhängen).
Zusätzlich zu Daten und Analyseergebnissen kann die Arbeitsmappe, das Arbeitsblatt oder die Spalte auch Metadaten (Datenformat und -typ, Headerinformationen, Importdateien usw.), Origin-Importfilterdateien, Datenformat- und Anzeigeeigenschaften, Text- und Zeichenobjekte und LabTalk-Skripts speichern.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Das Diagrammfenster enthält grafische Darstellungen Ihrer Versuchsdaten und Analyseergebnisse. Diagrammfenster können eine einzelne Zeichnung in einem einzelnen Diagrammlayer enthalten oder mehrere Zeichnungen in mehreren Diagrammlayern.
Der Diagrammlayer ist die grundlegende Einheit eines Origin-Diagramms. Der Layer besteht aus einem Satz Werte für die Achsenskalierungen, einer oder mehrerer Datenzeichnungen und allen enthaltenen Beschriftungen, Zeichnungsobjekte, Diagrammlegenden/Farbskalen, Schaltflächen usw. Diagrammlayer können unabhängig erstellt, in der Größe verändert und verschoben werden. Dies ermöglicht Ihnen eine große Entscheidungsfreiheit in der Darstellung Ihrer Daten. Eine Diagrammseite kann bis zu 121 Layer enthalten und eine Projektdatei kann (nur begrenzt durch Ihre Systemleistung) jede beliebige Anzahl Diagrammfenster enthalten.
Es sollte erwähnt werden, dass die Zeichnungen im Diagrammfenster nicht nur statische Darstellungen Ihrer Worksheet-, Arbetsmappen oder Matrixdaten sind. Änderungen an tabellarischen Daten werden sofort in der grafischen Darstellung dieser Daten wiedergegeben. Diagramme können ggf. auch direkt bearbeitet werden. Fast Fourier-Transformationen, Datenmaskierung, Erkennung und Subtraktion von Basislinien und lineare und nichtlineare Kurvenanpassung sind nur einige der Operationen, die typischerweise mit grafischen Daten durchgeführt werden können. Diese Operationen werden entweder durch die Benutzeroberfläche oder über das Befehlsfenster durchgeführt.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Das Matrixfenster von Origin beinhaltet eine oder mehrere Origin-Matrizen. Jedes Matrixfenster enthält eine oder mehrere Matrixseiten (bis zu 121), und jede Matrixseite kann ein oder mehr Matrixobjekte (bis zu 65.536) enthalten.
Das Matrixobjekt ist ein Vektor aus Z-Werten. Diese Z-Werte sind durch ihre relativen Zeilen- und Spaltenpositionen in der Matrix in den X- und Y-Dimensionen miteinander verbunden. Matrizen sind Wegbereiter für die Erstellung von 3D-Diagrammtypen, wie Konturdiagramme und farbkodierte Oberflächen, und da sie zum Darstellen und Bearbeiten von 3D-Daten verwendet werden, werden Sie von Origin in der Bildverarbeitung und der Analyse verwendet.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Das Notizfenster enthält Textinformationen. Verwenden Sie es zum Aufnehmen von Versuchsprozessen, Anweisungen für Kollegen oder Studenten, Notizen über Ihre numerischen Methoden usw. Wie bei den meisten Origin-Unterfenstertypen, können die Inhalte des Notizfensters in eine externe Datei geschrieben und gespeichert werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Notizfenster in der Origin-Hilfedatei.
Die Layoutseite beinhaltet Ihre Diagramm- und Arbeitsmappendaten. Da das Layout Ihnen erlaubt, beliebige Diagramm- oder Arbeitsmappendaten des Projekts einzufügen und diese mit Hilfe von Origins Text- und Zeichenobjekten mit einer Anmerkung zu versehen, ist seine primäre Anwendung das Präsentieren von Ergebnissen. Die Layoutseite kann gedruckt oder mit der Zwischenablage oder eines Standard-Dateiformats wie PDF oder EPS als Bild exportiert werden.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Wenn Sie mit Microsoft Excel-Dateien in Origin arbeiten, können Sie wählen, ob sie die Excel-Dateien extern oder intern (mit der Projektdatei) speichern wollen. Beides bietet - abhängig von Ihren Anforderungen - einige Vorteile. Wenn Sie Excel-Daten mit anderen Anwendern (müssen nicht Origin-Anwender sein) teilen, ist es sicherlich nützlich, eine einzelne externe Excel-Datei zu behalten. Dies minimiert die Größe Ihrer Origin-Projektdatei und stellt sicher, dass nur eine Kopie der Excel-Datei besteht. In diesen Fällen können Verknüpfungen zwischen der Excel-Datei und der Origin-Projektdatei erstellt werden, so dass Änderungen an der externen Excel-Datei auch in der Origin-Projektdatei wirksam werden.
In einigen Fällen können Sie aber entscheiden, die Excel-Datei intern (in der Origin-Projektdatei) zu speichern. Das interne Speichern einer XLS-Datei vergrößert die Projektdatei und trennt alle Verknüpfungen zwischen der Projektdatei und einer externen Excel-Datei. Es maximiert jedoch die Mobilität Ihrer Daten und stellt die vollständige Kontrolle über Ihre Excel-Daten sicher.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Die Origin-Projektdatei bietet außerdem die Möglichkeit, Ihre Analyseergebnisse abzuspeichern. Jede Transformation oder Analyseoperation, die Sie während der Origin-Sitzung durchführen -- Glätten, ANOVA, Kurvenanpassung usw. -- wird im Ergebnisprotokoll festgehalten. Diese Informationen werden gespeichert und bleiben in der Projektdatei erhalten, es sei denn, Sie löschen sie.
Weitere Informationen finden Sie in Analyseergebnisse: Das Ergebnisprotokoll in der Origin-Hilfedatei.
Das Variablenkonzept wurde in Origin 8 erweitert. Jetzt ist es möglich, drei Klassen von LabTalk-Variablen zu definieren: Projekt-, Sitzungs- und lokale Variablen. Technisch können alle drei Typen mit einer Projektdatei gespeichert werden (da Skripts mit einem Worksheet verbunden werden können, wie zum Beispiel im Dialogfeld Spaltenwerte setzen), aber auf Grund der Gültigkeitsbereiche der Variablen ist es nur bei Projektvariablen sicher, dass sie definiert werden, wenn das Projekt geöffnet wird.
Nehmen Sie beispielsweise an, die Eingabe eines der folgenden Befehle in der Befehlszeile des Befehlsfensters erstellt eine Projektvariable:
a = 3,5; //erstellt eine Variable des Typs = double
temp = {1,2,3,4,5}; //erstellt eine Variable des Typs = dataset
a$ = hello; //erstellt eine Variable des Typs = string
Sie können Projektvariable auflisten durch Eingabe von ed im Befehlsfenster. Dies öffnet das LabTalk Variablen-Fenster. Variablen werden nach "Name," "Wert," "Typ" usw. aufgelistet.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Wenn Sie Dateien mit Hilfe des Importassistenten einfügen, haben Sie die Option, Ihre Importeinstellungen als Filter abzuspeichern. Dieser Filter kann später wieder aufgerufen werden, um die gleichen oder ähnliche Dateien zu importieren. Dies spart Ihnen die Arbeit, bei jedem Importieren neue Anweisungen zur Datenverarbeitung zu erstellen. Sie können wählen, ob Sie diese Filter mit einem Arbeitsmappen- und einem Matrixmappenfenster speichern möchten oder in einer separaten Datei. Wenn der Importfilter in einer Arbeitsmappe oder einer Matrixmappe gespeichert wird, wird er ein Teil der Origin-Projektdatei.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Bestimmte Informationen in der Origin-Projektdatei sind keine analytischen Daten, sondern Informationen, die Ihre analytischen Daten beschreiben. Dieser Informationstyp ist in der Arbeitsmappe leicht zu erkennen, da Dinge wie Datensatznamen, Importfilternamen, Importvariablen, Kommentare usw. in der Arbeitsmappe zusammen mit Daten, die sich in den Arbeitsblattspalten befinden, gespeichert werden.
Auf diesen Informationstyp kann durch die Benutzeroberfläche, die Befehlszeile oder Programmierung mit Hilfe von LabTalk und Origin C zugegriffen werden.
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Kapiteln in der Origin-Hilfedatei:
Die Origin-Projektdatei ist in der Lage, jeden Dateityp von Drittanbietern zu speichern. Diese Dateien könnten unterstützende Rohdaten enthalten oder Sie könnten Bilddateien sein, Word-Dokumente oder PDF-Dateien. Jede Datei kann im Arbeitsbereich des Code Builders an das Projekt angehängt werden und von Ihnen oder einem anderen Origin-Anwender zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Dateien an das Origin-Projekt anhängen in der Origin-Hilfedatei.