X-Funktionen
Dokumentation 1, 2
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X-Funktionen bieten eine strukturierte Programmierumgebung als Framework zum Erstellen von Origin-Hilfsmitteln. Anders als beim einfachen GetN ist es dem Anwender durch das Erstellen von Hilfsmitteln mit Hilfe der X-Funktionen möglich, sich auf den eigentlichen Datenverarbeitungscode zu konzentrieren und sich nicht um die Codes für die Benutzeroberfläche kümmern zu müssen.
Die meisten Dialogfelder/Funktionen in Origin 8.1 sind X-Funktionen, und viele von ihnen können vom Menü und von der Befehlszeile aus ausgeführt werden. Die Flexibilität von laufenden X-Funktionen macht sie zu einer attraktiven Möglichkeit, Origin benutzerdefiniert anzupassen.
Ausführen von X-Funktionen in Origin
Sie fragen sich möglicherweise "Wo befinden sich die X-Funktionen, und wie kann ich sie ausführen?". Tatsächlich sind X-Funktionen überall in Origin zu finden. Viele Dialoge in Origin basieren auf X-Funktionen und, entsprechend der Einstellungen der X-Funktionen, können Sie sie entweder vom Menü oder dem Befehlfenster aus ausführen.
Das Ausführen von X-Funktionen über Benutzeroberfläche oder Befehlsfenster entspricht sich. Alle Einstellungen und Eingaben auf der Benutzeroberfläche sind Variablen der X-Funktionen und können in der Befehlszeile eingegeben werden. Da der Befehlsmodus das Öffnen des Dialogs verhindert, werden X-Funktionen schneller ausgeführt, wenn Sie große Datensätze eingeben.
Seit Origin 8.1 besteht die Möglichkeit, Bereiche in X-Funktionen festzulegen, wodurch X-Funktionen datenabhängig sind. Beispielsweise stehen die X-Funktionen zur Bildverarbeitung nur bei aktivem Matrixfenster zur Verfügung.
Da auf die meisten der X-Funktionen über LabTalk zugegriffen werden kann, erweitern Sie bei genauerer Betrachtung die Funktionalität von LabTalk. Um zum Beispiel Daten zu importieren und ein Punktdiagramm zu zeichnen, können Sie mit Hilfe von LabTalk-Befehlen ein Skript wie folgendes schreiben:
string fn$ = system.path.program$;
fn$ += "Samples\Curve Fitting\Gaussian.dat";
open -w %(fn$);
worksheet -s 2 0 2 0;
worksheet -p 201 scatter;
set %C -c 4;
Oder Sie können X-Funktionen in Ihrem Skript verwenden:
string fn$ = system.path.program$;
fn$ += "Samples\Curve Fitting\Gaussian.dat";
impasc fn$;
plotxy i:=Col(B) p:=201 s:=10 c:=4;
Wie in dem obenstehenden Skript gezeigt, sind X-Funktionen leistungsstärker als LabTalk-Befehle. Die X-Funktion plotxy ermöglicht Anwendern, Diagramme zu erstellen, den Diagrammtyp anzugeben sowie Symbolgröße und -farbe in einer Zeile festzulegen. Weiterhin müssen Sie die Befehlfshilfe nicht häufig zurate ziehen, da Ihnen durch einfaches Eingeben von xfname -h eine Kurzbeschreibung der X-Funktion angezeigt wird.
Erstellen von benutzerdefinierten X-Funktionen
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Anwender können auf einfache Weise ihre eigenen Hilfsmittel erzeugen. Die Funktion "X-Funktionen erstellen" verfügt über eine grafische Oberfläche, auf der Anwender ein Framework für die X-Funktion einrichten können. Sobald Sie die Einstellungen bestätigt haben, werden z.B. Eingabe-/Ausgabevariablen, Code für die GUI oder auch die Programmierung mit Skript für Sie übernommen. Bei Verwendung von X-Funktionen können Sie sich auf die Kodierung der Kernfunktionalität konzentrieren.
Wenn Sie beispielsweise einrichten, dass die X-Funktion vom Hauptmenü aus verfügbar ist und sie in einem gültigen Ordner wie Mathematics oder Statistics speichern, können Sie Ihre eigene X-Funktion im Hauptmenü von Origin aus ausführen.
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Legen Sie im Dialog "X-Funktion erstellen" fest, dass die X-Funktion vom Menü aus verfügbar ist und speichern Sie sie im Ordner Mathematics. Danach können Sie diese Funktion im Hauptmenü von Origin ausführen.
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Sobald die X-Funktion erstellt wurde, können Sie einen Schritt weiter gehen, um diese X-Funktion zu perfektionieren. Verwenden Sie zum Beispiel den Befehl xf2doc, um eine Microsoft®-Word-Datei zu erzeugen, und bearbeiten Sie die Verwendungsweise, die Beschreibung und den Algorithmus zu dieser Funktion im Einzelnen. Verwenden Sie dann den Befehl doc2xf, um dieses Dokument an die X-Funktion zurückzugeben. Andere Anwender können dann einfach auf Hilfe in diesem Dokument zurückgreifen, wenn sie diese X-Funktion ebenfalls nutzen.
Gemeinsame Nutzung von X-Funktionen
Das Framework der X-Funktionen ermöglicht eine einfache gemeinsame Nutzung von X-Funktionen. Sie können die Datei der X-Funktion (.OXF) einfach per Drag&Drop in den Origin-Arbeitsbereich ziehen. Die X-Funktion wird dann kompiliert und automatisch installiert.
Im Fall von Gruppenlizenznutzern ist das Teilen von X-Funktionen sogar noch bequemer. Gibt es beispielsweise neue X-Funktionen auf dem Server, zeigt Origin sofort eine Meldung an, um Anwender nach dem Wunsch von Installation der neuen X-Funktionen zu fragen, sobald ein Anwender Origin auf einer Client-Maschine öffnet.
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