Verwenden der Analyse-Templates von Origin und Erstellen von Benutzerdefinierten Berichtstabellenblättern
Hinweis: Diese Fallstudie verwendet Funktionen, die nur in Version 8, Service Release 2 verfügbar sind.
Zusammenfassung
Antoine Couturier und Sylvain Dorel, Forscher des Labors für Biomechanik und Physiologie am französischen staatlichen Institut für Sport (Institut National du Sport, INSEP), setzen die erweiterte Funktionalität des Worksheets von Origin zum Erstellen von sauberen und professionellen Berichten für Trainer und Athleten ein, mit denen Trainingsfortschritte bewertet werden können. Im Rahmen ihrer Arbeit berücksichtigen die Wissenschaftler Sportler in vielen Disziplinen und erstellen hierbei Berichte, die die Schlüsseldaten zu physischen und technischen Fähigkeiten der Athleten hervorheben. Mit Hilfe der Berichte kann das Training individuell angepasst werden, indem die Leistung während der gesamten Saison überwacht und mit der Leistung anderer Athleten verglichen wird. Durch das Importieren in ein Analyse-Template?, eine benutzerdefinierte Arbeitsmappe von Origin mit eingebetteten, sich automatisch aktualisierenden Analyse- und Grafikobjekten, ist es nicht notwendig, jedes Mal wieder einen Bericht von Grund auf neu aufzubauen. Sobald die relevanten Daten des jeweiligen Tests in das Template importiert werden, führt Origin automatisch die erforderlichen Berechnungen durch und erstellt ein leicht verständliches Berichtsarbeitsblatt.
AAntoine und Sylvain verwenden das Lode Excalibur? Ergocycle, um Kraft-Geschwindigkeit-Tests durchzuführen, die die Leistung von Spitzenradfahrern messen. Die Tests zeigen das lineare Verhältnis zwischen Kraft und Pedalbewegungsrate. Mit Hilfe der angepassten Daten können die maximale theoretische Kraft und Pedalbewegungsrate berechnet werden. Der Test ermöglicht ihnen auch, das quadratische Verhältnis zwischen Leistung und Pedalbewegungsrate zu ermitteln, wodurch die Forscher die Möglichkeit erhalten, die maximale theoretische Leistung und die entsprechende optimale Pedalbewegungsrate zu bestimmen. Je nach den Bedürfnissen des Athleten kann ein angemessenes Training jeden dieser Parameter verändern (oder beibehalten).
Benutzerdefinierter Bericht
Die Forscher importieren alle relevanten Daten vom Ergocycle in ein benutzerdefiniertes Analyse-Template?. Das Berichtsarbeitsblatt wird dann automatisch mit den Informationen des Athleten gefüllt, wandelt die Rohdaten vom Ergocycle gemäß der Kalibrierung des Ergocycles in Newton um, erkennt Drehungen und halbe Drehungen der Pedalbewegung und berechnet Mittelwertkräfte, Pedalbewegungsraten und Leistungen für jeden einzelnen. Alle Daten, die Kräften und Leistung vs. Pedalbewegungsrate entsprechen, werden dynamisch gezeichnet und in dem Analyse-Template? angepasst. Dieses Template ermöglicht ihnen:

Bitte klicken Sie oben auf das Bild, um das Beispiel-PDF herunterzuladen. |
- das Anpassen der Verhältnisse Kraft-Geschwindigkeit und Leistung-Geschwindigkeit und das dynamische Eingeben der relevanten Informationen in die X- und Y-Beschriftungsfelder.
- das Berechnen der absoluten Phasen von Abwärtsbewegung (0-180°) und Aufwärtsbewegung (180-360°) der Pedale, Ausdrücken dieser Werte als ein Prozentsatz der absoluten Kraft, ihr Zeichnen gegen die Pedalbewegungsrate des Radfahrers und das Durchführen einer Anpassung. Die Grafikskalierung wird entsprechend den Anpassungsergebnissen eingerichtet.
- das Durchführen von ähnlichen Berechnungen für die Phasen der linken und rechten Auf- und Abwärtsbewegung. Daten des linken Beins werden blau, die des rechten Bein in rot angezeigt. Wenn der Wert des linken Beins höher ist als der Asymmetriegrenzwert, werden die Daten des linken Beins weiß in einer blauen Zelle angezeigt. Wenn der Wert des rechten Beins höher ist als der Asymmetriegrenzwert, werden die Daten weiß in eine rote Zelle geschrieben.
- das Schreiben der Daten in die Berichtstabellen, einschließlich Name des Athleten und Datum des Tests, in einer 'Gruppen'arbeitsmappe. Alle Mittelwerte in dieser Arbeitsmappe werden daraufhin berechnet und in jede vorhandene Berichtstabelle für Mittelwertdaten geschrieben, um den Vergleich mit anderen Athleten zu ermöglichen.
|
Vorteile durch die Verwendung von Origin 8
Mit vorherigen Versionen von Origin verarbeiteten die Forscher mit der Berechnung in Origin nur Kräfte, Leistung und Geschwindigkeit von ganzer Pedaldrehung und halber Drehung und verwendeten Microsoft Excel für Vorgänge wie Entfernen von schlechten Daten, Abgrenzen von Aufwärts- und Abwärtsbewegung, Anpassung, Berichtsvorlage (Template) und manuelles Formatieren von Zellen zum Hervorheben von Asymmetrien. Der gesamte Prozess dauerte ungefähr eine Stunde.
?Mit Origins neuen Formatierungs- und Neuberechnungsfähigkeiten kann alles auf einmal und automatisch in Origin 8 verarbeitet werden, und zwar mit Hilfe einer sehr anwenderfreundlichen Bedienoberfläche. Der zeitaufwändigste Schritt stellt nun das Drucken des Berichts dar.?
Alle Datensammlungs-, Analyse- und Berichtshilfsmittel in einer einzigen Anwendung zur Verfügung zu haben ist ein weiterer großer Vorteil bei der Verwaltung mehrerer Sportler. Für jeden neuen Test wird eine Analysearbeitsmappenvorlage an das Projekt angehängt.
?Wenn wir einfache Vergleiche durchführen möchten, können wir ausgewählte Zeilen in der 'Gruppen'arbeitsmappe maskieren, so dass der Bericht Vergleichsdaten zeigt, die einer spezifischen Gruppe entsprechen oder vorherigen Tests desselben Athleten.?
Da alle berechneten Parameter in einer separaten Arbeitsmappe mit dem Namen des Athleten und Testdatum gespeichert werden, werden, sobald ein Update durchgeführt wird, alle Mittelwertparameter berechnet und in allen Berichtstabellen für Mitteldaten des Projekts aktualisiert. Damit wird aus Origin ein einfaches Datenbankprogramm, durch das Antoine und Sylvain die Möglichkeit haben, eine große Datenmenge über einen langen Zeitraum hinweg zu verwalten.
Über die Autoren
Antoine Couturier (antoine.couturier@insep.fr) ist Forschungsingenieur am Institut National du Sport (INSEP), Paris, Frankreich.
Sylvain Dorel (sylvain.dorel@insep.fr) ist Forscher auf dem Gebiet der Biomechanik und Physiologie am
Institut National du Sport (INSEP), Paris, Frankreich.